Dr. Beckmann - Gegen Gleichschaltung durch staatliche Einheitsversicherung

Autor: Dr. Wilfried Beckmann

Datum: 14. 04. 2009

Presseinformation der Privatzahnärztlichen Vereinigung Deutschlands e.V.


Gegen Gleichschaltung durch eine staatliche Einheitsversicherung


Privatzahnärzte widersprechen den Plänen der Ministerin Ulla Schmidt


Auf dem Deutschen Privatzahnärztetag in Hamburg erklärte Dr. Wilfried Beckmann, Präsident der Privatzahnärztlichen Vereinigung e.V. (PZVD), zu den politischen Plänen von Frau Ministerin Ulla Schmidt: Aus dogmatischer Gleichmacherei soll, wenn es nach dem Willen von Frau Ministerin Schmidt geht, jeder Bürger zwangsweise einen staatlich festgesetzten prozentualen Anteil seines Einkommens für eine staatlich gelenkte Pflichtversicherung aufbringen. “Das ist nichts anderes als eine neue Gesundheitssteuer.“ so Beckmann vor den Gästen des Privatzahnärztetages. Gegen besseres Wissen wird hier weiter an einer staatlich alimentierten Umlagefinanzierung festgehalten, obwohl bereits heute deutlich ist, dass die Gesetzliche Krankenversicherung nicht finanzierbar ist. Der Gesundheitsfonds wird diese Entwicklung noch verschärfen. Private Krankenversicherer haben Zahlungen ihrer Versicherten als Kapitaldeckung zurückgelegt, um höhere Krankheitskosten im Alter gerechter finanzieren zu können. Dieses verantwortungsbewusste System soll zerstört werden. Aus Sicht der Privatzahnärzte sollte jeder Bürger frei seine Krankheitskostenabsicherung wählen können. Ein Mindestumfang könne staatlich vorgegeben werden. Der Staat habe für Wettbewerbsgerechtigkeit zu sorgen – nicht für Gleichheit. Nur so kann dem Anliegen des Bürgers entsprochen werden, sich so abzusichern, wie er es für seine Ansprüche im Krankheitsfall für angemessen hält. Setzt sich Frau Schmidt mit ihrem Vorhaben durch, wird die Fremdbestimmung der Gesundheit des Einzelnen durch staatliche Vorgaben zum Leitgedanken des Systems. Privatzahnärzte sind sich mit ihren Patienten einig: Das wichtigste Interesse sowohl des Patienten als auch des Zahnarztes besteht darin, dass für jede Leistung hinreichend Zeit zur Verfügung steht, um jedem Patienten individuell gerecht zu werden und das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen. Genau das wird die Staatsmedizin von Frau Schmidt nicht leisten können.


Für Fragen:


Dr. Wilfried Beckmann, Präsident der Privatzahnärztlichen Vereinigung


Telefon: 05241 9705-16, Telefax: 05241 9705-88, E-Mail: info@pzvd.de


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